Filmkritik: John Carter – Zwischen zwei Welten

by Kerstin Pflieger on März 12th, 2012

Endlich mal wieder ein Film, der mich restlos begeistert hat und dabei war ich zuerst sehr skeptisch!

Zum einen habe ich die “John Carter” – Bücher als Teenie geliebt und ich habe oft das Problem, dass mir die filmischen Umsetzungen von Büchern nicht gefallen. Zum anderen hat bei mir der Trailer die Befürchtung geweckt, dass es sich um ein reines Effekte – 3D – Gemetzel im Stil von “Kampf der Titanen” handeln würde.
Aber weit gefehlt! Der Film hat tatsächlich Handlung! Und wenn man von kleineren Fehlerchen absieht, ist der Film in sich schlüssig und logisch! Eine regelrechte Sensation!

Natürlich darf man keine tiefschürfenden Dialoge, philosophischen Gedanken … erwarten. Das hätte auch nicht zur Vorlage gepasst, aber es ist ein sehr unterhaltsamer Film mit Figuren, die Schwächen und Stärken haben und vor allem einer tollen Dejah Thoris. Bei dieser Figur hatte ich die Sorge, dass sie zu einem hübschen Beiwerk verkommen würde, aber auch hier ist die Umsetzung in meinen Augen sehr gut gelungen. Sie ist stark, intelligent, selbstbewusst und wenn auch umwerfend schön, kein reines Modepüppchen.

Die Umsetzung der Romanvorlage(n) ist für meinen Geschmack ebenfalls sehr gut gelungen. Man findet zwar auch Elemente aus den späteren Bänden wieder, aber insgesamt erkennt man die Geschichte wieder und die “Stimmung” der Bücher ist in meinen Augen sehr gut eingefangen worden.

Neben tollen Bildern, einer guten Handlung und interessanten Figuren hat der Film auch eine gehörige Portion Humor zu bieten, der vor allem der Hauptfigur John Carter sehr gut getan hat, da er sonst zu perfekt und heldenhaft gewesen wäre. Zudem habe ich mich total in den “Hund” verliebt, der den Hauptdarstellern oft die Show stiehlt.

Die einzigen Kritikpunkte sind für mich die etwas sprunghafte Entwicklung der Beziehung zwischen Carter und Dejah Thoris und das Fehlen von Actionszenen in weiten Teilen des Films – ein paar mehr gut choreographierte Kämpfe wären wünschenswert gewesen.

Ich kann den Film jedem empfehlen, der auf Popcorn-Kino im Stil von den Mumien-Filmen mit Brandon Fraser steht.
Also Leute, geht ins Kino, damit die beiden geplanten Fortsetzungen auch noch gedreht werden, denn das wird von den Einspielergebnissen abhängen!

 

9 von 10 Punkten

 

 

Deutschsprachige Autoren – Nora Melling

by Kerstin Pflieger on März 8th, 2012

Heute möchte ich mit einer neuen Reihe im Blog anfangen. Im Sommer haben einige Kollegen und ich ja eine Blog-Schatzsuche veranstaltet und dabei habe ich sehr viele liebe E-Mails von Lesern erhalten, die überrascht waren, wie viele deutschsprachige Autoren es doch gibt. Dies finde ich schade und deshalb möchte ich von nun an regelmäßig einige meiner Kollegen vorstellen. Naturgemäß wird es zumindest zu Beginn sehr fantasylastig sein, aber auch aus anderen Genre werde ich euch Autoren vorstellen.

Den Anfang macht meine liebe und wunderbare Kollegin Nora Melling. Sie schreibt romantische Fantasy mit Tiefgang für Jugendliche und junggebliebene Erwachsene. Der zweite Band ihrer Schattenblüte-Trilogie, “Schattenblüte – Die Wächter”, ist vor wenigen Tagen erschienen.

Klappentext von “Schattenblüte – Die Verborgenen
Seit dem Tod ihres Bruders ist für Luisa nichts mehr, wie es war. Sie beschließt zu sterben. Aber kurz vor dem letzten Schritt hält jemand sie auf: Thursen nennt sich der Junge mit den ­geheimnisvollen Schattenaugen. Mit einer Gruppe ­Jugendlicher lebt er im Wald, und er spürt Luisas Schmerz. Die «Verborgenen» können ihre Gestalt ändern: Sie sind ­Werwölfe. Mit jeder Verwandlung wird Thursen mehr zum Tier – und die Erinnerungen an sein vorheriges Leben verblassen. Bald wird er ganz Wolf sein. Dann hat Luisa auch ihn verloren. Für ihre große Liebe ­würde sie alles tun. Doch reicht das, um Thursen zu retten?

 

Klappentext von “Schattenblüte – Die Wächter
Ein uralter Kampf. Eine unsterbliche Liebe. Silvester in Berlin. Noch einmal sind Luisa und Thursen zurückgekehrt in den Wald. Dorthin, wo ihre Liebe begann, als Thursen noch ein Werwolf war. Luisa möchte den Tod ihres Bruders hinter sich lassen, endlich wieder glücklich sein. Doch die Vergangenheit holt sie ein: Während überall ausgelassen gefeiert wird, stoßen sie auf eine übel zugerichtete Leiche. Thursen weiß sofort: Dafür ist einer der Wölfe aus seinem alten Rudel verantwortlich. Während er immer öfter im Wald verschwindet, bleibt Luisa allein zurück. Dann lernt sie Elias kennen. Ist ihre Liebe zu Thursen stark genug? Luisa ahnt nicht, dass Thursen und Elias ein schreckliches Geheimnis verbindet …

 

Falls ihr mehr über die Autorin erfahren möchtet, schaut doch auf ihrer Webseite www.noramelling.de vorbei oder bei Facebook!

 

 

Filmkritik: Underworld: Awakening

by Kerstin Pflieger on März 5th, 2012

Ich habe den ersten Teil der Underworld-Saga geliebt: Kate Beckinsale ist einfach umwerfend, tolle Atmosphäre, schöne Bilder und eine nette, durchdachte Story. Beim zweiten Teil musste man schon erste Abstriche machen, beim dritten fehlte einfach Kate und der vierte Teil setzt leider den kontinuierlichen Abstieg fort.

Dabei ist es wirklich kein schlechter Film: die Effekte und Kampfszenen machen Spaß, die Bilder sind zum Teil atemberaubend. Allerdings merkt man diesem Film an, dass auf durchdachte Geschichten und auch nur eine grundlegende Logik in Hollywood zurzeit einfach keinen Wert gelegt wird. Da klaffen massive Lücken in der Handlung; unnötige Fehler im Handlungsablauf haben mich ständig ins Grübeln gebracht, ob ich etwas verpasst habe und auch bezüglich des “Hintergrundes” wird nichtmals versucht, das Ganze “realistisch” zu halten (Spoiler! Klar, man muss eine Vivisektion machen, um genetisches Material zu erhalten … Spoiler Ende!), sodass ich manchmal nur den Kopf schütteln konnte.

Natürlich muss bei Popcorn-Kino nicht immer alles realistisch und logisch sein (wäre ja auch langweilig), aber bei diesem und vielen anderen Filmen in letzter Zeit, häufen sich unnötige Fehler, die man ohne zusätzlichen Aufwand hätte vermeiden können.

Ein weiterer negativer Punkt ist die sehr oberflächliche Darstellung der Charaktere. Beim ersten Film lag der Schwerpunkt zwar auch auf Action, aber die Motivation der Figuren war klar und man fühlte mit ihnen mit. Dies fehlte mir in diesem Film – selbst Selene blieb eher blass und die meiste Zeit wirkte sie sehr emotionslos.

Ein wirkliches Ärgernis ist in meinen Augen, dass der Film in 3D war. Außer, dass man mehr Eintritt bezahlen durfte, gab es nur eine einzige Szene, in der mir bewusst wurde, dass es 3D ist – der Rest hätte auch in 2D sein können.

Alles in allem ist es ein Film, der Spaß macht, aber man sollte keinen würdigen Nachfolger vom ersten Teil erwarten.

6 von 10 Punkten

 

 

Buchmesse und Lesung in Bremen

by Kerstin Pflieger on März 1st, 2012

Morgen werde ich um 20:00 in der Schwankhall in Bremen lesen – würde mich freuen, wenn einige von euch vorbeikommen würden! Immerhin ist es meine erste Lesung außerhalb der heimatlichen Region und ich bin schon schrecklich aufgeregt!
Nähere Infos gibt es unter diesem Link.

Auf der Buchmesse in Leipzig werde ich am Freitag und am Samstag sein. Am Freitag könnt ihr mich um 14:00 im Digitalen Wohnzimmer treffen. Weitere Informationen findet ihr auf der Seite der Leser-Welt.

Falls ihr mich am Samstag treffen möchtet, schreibt mir einfach eine Mail und wir machen etwas aus! Ansonsten werde ich wohl die meiste Zeit im Bereich der Fantasy-Leseinsel rumgeistern.

Ansonsten rate ich euch, die Leser-Welt im Auge zu behalten – bald gibt es da signierte Bücher von mir zu gewinnen!

 

Leitfaden für verirrte Schwarzwaldexperten ;)

by Kerstin Pflieger on Dezember 30th, 2011

Anlässlich dieser Rezension möchte ich gerne der Bitte einiger Leser nachkommen und zumindest teilweise aufschlüsseln, was bezüglich der historischen Aspekte in der “Alchemie der Unsterblichkeit” real und was fiktiv ist.

Vorausschicken möchte ich, dass ich keine Historikerin bin. Ich bemühe mich, größere Fehler zu vermeiden, aber insgesamt geht es mir mehr darum, ein lebhaftes Bild der Zeit zu zeichnen, als mich in Details zu verfangen. Bei einem Fantasy-Roman empfinde ich das durchaus als legitim.

Fangen wir mit Karlsruhe an:
Hier gibt es Stadtpläne von Karlsruhe in den verschiedenen Zeiten. Wie man erkennen kann, habe ich einige Straßennamen (deshalb auch die “Gassen” ;) ) übernommen. Icherios’ Wohnort ist allerdings fiktiv und auch das Gebäude, in dem sich die Kanzlei befindet, ist fiktiv.

Hier gibt es eine Stadtchronik von Karlsruhe, die teilweise erstaunliche Dinge enthüllt. So kann man darin nachlesen, dass es in der Tat den von mir beschriebenen Palisadenzaun um die Stadt gab. Auf diesem Bild kann man den Zaun auch sehen. Ziemlich beeindruckend finde ich. :)

Zur Größe von Karlsruhe:  Zwischen 1750 und 1815 wuchs die Bevölkerung von 2500 Einwohner auf 15000.  Für 1771 habe ich eine Einwohnerzahl von 9500 notiert, kann dazu aber keine Quelle angeben. Wie auch immer, es ist auch für damalige Verhältnisse keine Großstadt (London hatte 1800 bereits eine Million Einwohner), aber es war definitiv keine kleine Ortschaft und durch die Anlage als Planstadt war sie vergleichsweise weitläufig. Das kann man auf den Bildern in der Stadtchronik z.B. auch sehr gut sehen.

Zu den Gassen: In Karlruhe gab es vermutlich keine winzigen Gässchen, wie man sie aus mittelalterlichen Städten kennt, aber es gab durchaus schmalere Straßen (Definition von Gasse), wie man auf einigen Bildern erkennen kann. Eines, bei dem man es erahnen kann und, das im Internet verfügbar ist, wäre dieses: Bild. Zudem wurde erst in den 50er Jahren des 18. Jahrhunderts beschlossen, dass nur noch Steinhäuser gebaut werden sollen. Die Holzhäuser sind meines Wissens nach nicht erhalten und auch der genaue Aufbau ist nicht gesichert. Des weiteren waren die meisten Straßen in dieser Zeit noch nicht gepflastert. Das wurde erst ab 1772 nachgeholt.
Mit meiner Beschreibung der Gasse im “Krähenturm” bewege ich mich also eher im Bereich der Fiktion, aber nicht ohne Grund. ;)

Zum Thema Bettler möchte ich das Buch Ernst Schubert, Arme Leute, Bettler und Gauner im Franken des 18. Jahrhunderts Neustadt/Aisch 1983 empfehlen.
Das sollte alle Zweifel über deren Existenz ausräumen.

Die Hungersnot von 1771/1774 gab es tatsächlich. Das war mein Hauptgrund genau dieses Jahr zu wählen. Die meisten meiner Informationen dazu habe ich aus diesem Buch gezogen: Wilhelm Abel, Massenarmut und Hungerkrisen im vorindustriellen Europa, 1974.
Auch die Beispiele für die Ernährung (Sägemehl, Grassuppe, Katzen, Ratten…), Lebensweise, Todesarten, Bettler … habe ich aus diesem Buch übernommen. Ebenso basieren die politischen Ansichten meiner Kutschenreisenden und der Bevölkerung in den Ortschaften auf diesem Buch.
Die Hungersnot hatte in Deutschland ihren Schwerpunkt in Sachsen, aber auch andere Gebiete waren betroffen.
In meinen Notizen habe ich diese Angaben gefunden (kann aber dazu keine Quellenangaben geben): in Mannheim stieg 1771 die Sterblichkeit um 25% und in Augsburg um 40%. Im genannten Buch finden sich weitere Zahlen für zahlreiche Städte, einschließlich der Geburtenraten.
In Baiersbronn müsste zudem eine Gedenktafel stehen, auf der auch das Rezept einer Grassuppe verzeichnet ist.

Konkret zu Karlsruhe habe ich wenige Informationen gefunden, nur einige Vermerke in verschiedenen Chroniken bezüglich der Armenspeisung zeigen, dass es auch in dieser Stadt Probleme gab. Wie sollte es auch anders sein, wenn das ganze Land hungert? Von daher ist meine Schilderung der Situation in Karlsruhe nur als ein Beispiel für die Situation in den Städten zu sehen.
Das Hungerlager vor der Stadt ist mit ziemlicher Sicherheit eine Übertreibung und von daher Fiktion. Es ist allerdings eine Tatsache, dass die Armen, Bettler… in vielen Städten ausgewiesen wurden und dann nachts versuchten, wieder herein zu schleichen. Da sie in der Nähe lagerten, ist so ein Szenario nicht völlig aus der Luft gegriffen – mit Fakten kann ich es aber nicht belegen.

Die beiden genannten Bücher kann ich jedenfalls sehr empfehlen. Sie geben einen sehr guten Einblick in die Lebensweise der Bevölkerung in der damaligen Zeit.

Auf seiner Reise in den Schwarzwald verbringt Icherios eine Nacht in der Ortschaft Galenbach. Diese ist fiktiv. Es freut mich aber, dass ich den Namen so gut gewählt habe, dass einige sie für real gehalten haben. ;)
Es war schwierig Informationen über den genauen Verlauf der Postkutschenverbindungen in den einzelnen Jahren zu finden. Ich habe reichlich Informationen über Preise, Beschlüsse über den Aufbau von Verbindungen … gefunden, aber nichts über genaue Strecken. Einzig die Ortschaft Glashütte, die heute Schönmünzach heißt, wurde als Zwischenstopp genannt. Informationen zu dieser Ortschaft, die ihren Namen den damals dort ansässigen Glashütten verdankte, findet ihr hier: Geschichte von Schönmünzach.
Ich kann die Seite sehr empfehlen. Man findet dort auch historische Ansichten der verschiedenen Ortsteile dort.
Einen “Fehler” habe ich an dieser Stelle der Handlung bewusst eingebaut. Das von mir beschriebene Gasthaus in Glashütte wurde in dieser Form erst 1825 errichtet. Eine Postkutschenstation war es allerdings vorher schon.

Von da an sind sämtliche Orte und Berge reine Fiktion. Zum einen liegt es daran, dass ich keine Ortschaft gefunden habe, die eine passende Anordnung von Burg/Ortschaft/See bot, zum anderen war dieser Teil des Schwarzwaldes zu dieser Zeit nur dünn besiedelt.  Ich fand es zudem reizvoll, die “Alchemie der Unsterblichkeit” in einem fiktiven Ort spielen zu lassen, da es mir mehr Möglichkeiten bot, einige schauerliche Legenden einfließen zu lassen.  Als Inspiration für die Burg diente mir die Burg Löwenstein, in deren Nähe ich wohne. Dort thront ebenfalls die Burg über der an einem steilen Hang gelegenen Ortschaft – nur der See ist ein Stückchen weiter weg. :)

Ich hoffe, dass ich mit diesen Ausführungen einige Fragen beantworten konnte. Wie gesagt: Ich bin keine Historikerin und ich biege mir die historischen Fakten zum Teil auch zurecht, aber ich versuche mich, soweit wie möglich an die Tatsachen zu halten.

Und nun wünsche ich euch einen guten Rutsch ins neue Jahr! Mögen eure Träume 2012 wahr werden!

 

Der Krähenturm und signierte Exemplare

by Kerstin Pflieger on Dezember 19th, 2011

Heute ist ein großer Tag für mich! Es ist der offizielle Erscheinungstermin des Krähenturms, Icherios’ zweitem Abenteuer!

 

Heidelberg 1771: Ein Hexenjäger, ein Halbvampir und eine mysteriöse Mordserie, die den Menschen das Blut in den Adern gefrieren lässt

„Wenn du dieses Buch findest, bin ich vermutlich tot.“

Als Icherios Ceihn das Tagebuch seines ermordeten Freundes in den Händen hält, ist er entsetzt. Hatte Vallentin gewusst, dass man es auf ihn abgesehen hat? Warum hat er verheimlicht, dass er für den geheimen Orden der Rosenkreuzer arbeitete? Hat dieser etwas mit seinem Tod zu tun? Icherios entschließt sich, im Auftrag des Ordens nach Heidelberg zu gehen und nach Vallentins Mörder zu suchen. Was ihn dort allerdings erwartet, hätte er nie für möglich gehalten.

 

 

Dieses mal verschlägt es den jungen Gelehrten also nach Heidelberg und er muss sich mit ganz neuen Problemen herumschlagen. Alle, die bereits Die Alchemie der Unsterblichkeit gelesen haben, werden einige bekannte Figuren wiedertreffen, aber auch zahlreiche neue. Zudem liegt der Schwerpunkt dieses Mal weniger auf Vampiren und Werwölfen, sondern eher bei Hexen und anderen magischen Kreaturen. Zudem werdet ihr erfahren, was es mit Icherios’s Narben auf sich hat, was aus Maleficium wird und wie Vallentin gestorben ist. Auch die Hintergründe des Ordo Occulto werden näher beleuchtet werden.
Ich hoffe, ihr habt genauso viel Spaß beim Lesen, wie ich es beim Entwerfen der Geschichte hatte!

Und für alle, die noch ein Weihnachtsgeschenk brauchen, habe ich noch ein Angebot: Falls ihr ein signiertes Exemplar der Alchemie oder des Krähenturms haben möchtet, schickt mir einfach eine E-Mail an kerstin@kerstin-pflieger.net. Falls ihr es noch vor Weihnachten braucht, müssen wir uns natürlich beeilen, aber die Post garantiert glaube ich, dass alle Päckchen, die bis Mittwoch abgeschickt werden, noch rechtzeitig ankommen.
Ihr könnt mir natürlich auch schreiben, wenn ihr einfach nur ein signiertes Exemplar für euch haben möchtet. :)

 

Aktuelle Musik-Playlist und ein paar Antworten

by Kerstin Pflieger on Oktober 10th, 2011

So, die Druckfahnen vom “Krähenturm” sind durch und ich glaube langsam auch, dass das Buch besser ist, als “Die Alchemie der Unsterblichkeit”. Kann gar nicht abwarten, eure Meinungen zu hören! Leider noch so lange hin. Das erste Buch des neuen Projekts (ja, sind gleich 2 Bücher ;) ) liegt bei meiner Lektorin und ich bin gespannt, was sie davon halten wird.

Lange Rede, kurzer Sinn: Allmählich habe ich wieder Luft zum Atmen und werde wieder mehr bloggen.

Als Einstieg möchte ich gerne eine Frage beantworten, die ich in mehreren Mails gestellt bekommen habe – für alle, die noch auf Antwort warten: Ich schreibe euch sicherlich noch und ich freue mich über jede Mail! Ich hatte nur leider die letzten Wochen unendlich viel zu tun.

 

Doch wollte ich dich fragen ob “Der Krähenturm” nicht schon vor Dezember raus kommt ?
Nein, leider nicht. “Der Krähenturm” wird erst am 19. Dezember erscheinen – manchmal sind Bücher aber schon vorher bei Amazon auf Lager oder beim Buchhändler. Garantieren kann ich dafür allerdings nicht. Man kann das Buch aber schon vorbestellen.

 

Worüber ich mich auch immer sehr freue, sind Musik-Empfehlungen und ein besonders schönes Stück möchte ich euch nicht vorenthalten:
Omnia – I don’t speak human

 

Und da einige neugierig waren, was ich zur Zeit beim Schreiben höre, folgt nun noch meine aktuelle Playlist. Es ist wie immer ein sehr schräger Mix – vor allem wenn man bedenkt, an was ich gerade arbeite. Aber nun ja, das wisst ihr ja nicht *gemeines Grinsen.

Chaiyya Chaiyya – Bollywood Joint (ist vom Inside Man Soundtrack – übrigens ein toller Film – und ich kann bei dem Lied nie still sitzen)

And the Living is Easy – Guts (Gott, wie ich dieses Lied liebe – seit Jahren ständig dabei – das Video ist auch toll!)

Ooops …  I did it again – Children of Bodom

Hate Crew Deathroll – Children of Bodom

Rebel Yell – Children of Bodom (Ja, ja … Children of Bodom – seit ich sie auf Wacken live gesehen habe, höre ich sie sehr gerne)

Down with the Sickness – Disturbed (wieder so ein all time favorite :) )

Tears of Time – Crematory (ach, da war ich noch jung – erinnert mich an viele lange Nächte :D )

For Love – Crematory (hach, einfach nur schön)

Night Of Your Life (feat. Jennifer Hudson) – David Guetta – Jennifer Hudson (eigentlich ja gar nicht meine Musik, aber David Guetta mag ich irgendwie)

Titanium (feat. Sia) – David Guetta -  Sia

Crank It Up (feat. Akon) – David Guetta – Akon

Bodies – Drowning Pool (auch so ein Klassiker)

Danza Kuduro [Original version from the Soundtrack Fast Five] – Lucenzo (nun, seit der neue Riddick-Film nächstes Jahr wohl in die Kinos kommt, bin ich mal wieder im Vin Diesel Filmfieber und habe gerade Fast Five auf DVD gesehen, da darf das Lied nicht fehlen :) )

Best Thing I Never Had – Beyoncé (einfach nur schön)

One Day – Near Dark (und zum Abschluss noch ein Klassiker)

 

 

Über das “Für die Schublade schreiben” und die Verlagssuche

by Kerstin Pflieger on September 15th, 2011

Ich schreibe zwar nur selten etwas in Foren, aber ich verfolge einige Schreibforen und in letzter Zeit lese ich immer wieder einige Aussagen, die mich den Kopf schütteln lassen.

1. Bei den großen Verlagen wird man nur genommen, wenn man Beziehungen hat.
Falsch – es mag zwar manchmal helfen, aber es ist definitiv nicht notwendig. Weder kannte ich zur Zeit meiner Bewerbung irgendwelche anderen Autoren (auch keine Hobbyautoren), noch irgendwelche Verlagsmenschen / Agenten und habe mich ganz klassisch mit Leseprobe und Exposé beworben. Wie man sieht, hat es funktioniert.

2. Verlage nehmen nur ausländisch Lizenzen und keine neuen, deutschen Autoren.
Falsch – Lizenzen und Übersetzungen sind so teuer, dass Verlage sehr offen deutschen Autoren gegenüber sind. Allerdings können sie natürlich nicht jedes Jahr Tausend Neuautoren aufbauen (bis ein Autor dem Verlag Geld einbringt, kann es oft mehrere Bücher dauern), deswegen wird natürlich eine Auswahl getroffen.
Diese Aussage stammt vermutlich noch aus den 90er Jahren, in denen es vor allem in der Fantasy tatsächlich nicht gut für heimische Autoren aussah, aber Zeiten ändern sich. Also denkt bitte immer erst über solche Kommentare nach, bevor ihr sie glaubt!

3. Man muss bereits in Anthologien oder Kleinverlagen veröffentlicht haben, um von den “Großen” angenommen zu werden.
Falsch – ich hatte vor der “Alchemie der Unsterblichkeit” keine Veröffentlichungen aufzuweisen. Ich hatte mich zwar bei ein paar Anthologien beworben, wurde aber immer abgelehnt. ;)

4. Verlage veröffentlichen immer nur denselben Mist.
Falsch – Verlage verlegen, was gelesen wird. Ich gehe davon aus, dass die meisten, die das hier lesen zu den Leseratten gehören. Natürlich wird es uns recht schnell langweilig und wir suchen nach neuen Genren, unkonventionellen Geschichten, aber die Mehrheit der Leser liest vielleicht zwei, drei Bücher im Jahr und das nur im Urlaub. Wenn Wenigleser A im Sommer Twilight gelesen hat und es toll fand, wird er im Winter wieder etwas Derartiges lesen wollen. Diesen (sehr großen Markt) müssen die Verlage bedienen, wenn sie überleben wollen. Und man sollte zwei Dinge nicht vergessen:
1. Die Bestseller und Standardprojekte finanzieren die Neuautoren und Risikoprojekte.
2. Wir Vielleser können den Verlagen “relativ” egal sein. Wir mögen zwar meckern, dass uns die Auswahl nicht gefällt, aber kaum einer von uns wird deswegen mit dem Lesen aufhören. ;)
Des weiteren gibt es ja auch immer wieder mal neue, ungewöhnliche Romane. Aber ebenso wie Neuautoren Risikos sind, sind es die neuen Themen auch – ein Verlag kann nicht nur so etwas bringen. Und oft sind diese Projekte dann auch nicht sehr erfolgreich, wodurch man nur selten etwas von ihnen hört / sie nicht wahrnimmt. Mal abgesehen davon waren auch Twilight / Harry Potter damals etwas Neues / ein Risiko und sie fanden trotzdem einen Verlag. Ich finde es deshalb immer etwas absurd, wenn die Anzahl der Ablehnungen, die Bestsellerautoren erhalten haben, als Beweis genommen werden, dass Verlage nichts Neues wollen oder Lektoren keine Ahnung haben – diese Autoren wurden veröffentlicht und haben es also geschafft. Es behauptet ja niemand, dass es leicht ist.

5. Die großen Publikumsverlage bezahlen einem Neuautoren so wenig, da kann ich auch gleich zu BoD gehen.
Es gibt zwar bei den Vorschüssen von Neuautoren gewaltige Unterschiede, aber so schlimm ist es sicherlich nicht. Ich weiß von einigen, die sehr zufrieden mit ihrem Verdienst sind.

6. Ohne Lektor ist es eh viel besser – ich will nicht, dass mir jemand in meinem Text herumpfuscht.
Ich weiß natürlich, dass einige sich als Künstler betrachten und jedes Wort von ihrer Feder einfach perfekt ist, aber wenn man auf dem Markt erfolgreich sein will, sollte man den Wert eines guten Lektors nicht unterschätzen. Ich bin meiner Lektorin jedenfalls sehr dankbar, denn sie hat einen unglaublich guten Blick für Schwächen im Text und der Handlung – das ist eine Fähigkeit, die selbst bei den besten Testlesern nicht  (oder nur sehr, sehr selten) zu finden ist. Und ein Lektor pfuscht einem auch nicht im Text herum, sondern macht nur Änderungsvorschläge.

Und für alle, die sich über Rechtschreibfehler in Büchern beschweren und den Lektoren daran die Schuld geben: Das ist nicht ihre Aufgabe. Korrektoren suchen nach Rechtschreibfehlern und auch diese sind nur Menschen und übersehen manchmal etwas.

7. Bevor ich für die Schublade schreibe, bezahle ich lieber etwas für die Veröffentlichung.
Das Witzige ist: Die meisten, von denen ich so etwas lese, sind noch unter dreißig – da finde ich es doch sehr absurd. Zerpflücken wir diese Aussage also.


1. Für die Schublade zu schreiben ist völlig normal. Auch wenn ich es mit dem ersten Manuskript, mit dem ich mich beworben habe, es direkt zu Agent und Verlag geschafft habe, schreibe ich doch seit meiner Kindheit. In meinen Schubladen lagern tausende Seiten, die niemals das Licht der Öffentlichkeit erblicken werden. Das ist der normale Prozess des Lernens. Ihr stellt euch doch auch nicht mit den ersten Tönen auf der Blockflöte vor ein großes Publikum und spielt dann “Alle meine Entchen” oder versucht einem Galeristen eure erste Zeichnung zu verkaufen. Vom “Für die Schublade schreiben” kann man in meinen Augen erst ab dem zehnten, vollständig überarbeiteten Manuskript sprechen – alles davor gehört zur Lernphase.

2. Wenn man noch jung ist (in diesem Fall alles unter 60 ;) ), schadet es doch nicht, wenn man ein paar Manuskripte in der Schublade hat (wenn man denn die Veröffentlichung in einem großen Verlag anstrebt). Bei mir liegen auch noch zwei Projekte herum (beide High-Fantasy), die ich unbedingt irgendwann veröffentlichen möchte. Zur Zeit passt es aber einfach nicht. Na und? Dann warte ich eben noch ein paar Jahre – und wenn es 20 sind – was stört es mich denn? Es kann sogar von Vorteil sein, wenn man ein paar Sachen in der Schublade hat und dann auf eine Anfrage sofort sagen kann: Ja, bitte, ich hätte hier etwas. Und das kommt wirklich nicht selten vor. Also bitte, “verheizt” eure Projekte nicht einfach so, nur weil ihr ungeduldig seid.

8. Ich habe hier einen Vertrag von Verlag XYZ und es ist alles ganz toll, ABER …
Sobald es ein ABER gibt, lasst die Finger davon.
Es gibt einige einfache Grundregeln, wenn man irgendwann zu einem großen Publikumsverlag möchte:

1. Man zahlt NIEMALS etwas an einen Verlag oder einen Agenten – auch nicht für Coaching, Lektorat, Cover … Wenn dies verlangt wird, seid ihr bei einem Dienstleister und solltet es in meinen Augen lassen, da ihr euren Ruf damit schädigen könntet. Wenn ihr es denn unbedingt wollt, vergleicht die Angebote der Dienstleister. Seriöse Dienstleister haben übersichtliche Preislisten (wie BoD, Winterworks), bei denen ihr euch informieren könnt.

2. Es gibt unzählige Kleinverlage, die sehr gut arbeiten, aber leider noch mehr Schundverlage, die jeden Schrott herausbringen oder zu ambitioniert sind und schnell pleite gehen. Beide Fälle sind sehr schlecht für einen Autoren – deshalb informiert euch gründlich über den möglichen Verlag.

3. Prüft eure Verträge sehr gründlich! Ich wiederhole: Prüft eure Verträge sehr gründlich! Hilfe bekommt ihr beim Verband deutscher Schriftsteller – der gehört zu Ver.di (nicht Bund, Bündnis … und was es sonst noch so gibt – einige haben Verbindungen zu Abzockerverlagen), in Foren oder bei einem Anwalt, der sich mit Verlagsrecht auskennt. Beim Verband deutscher Schriftsteller findet ihr auch einen Normvertrag, an dem ihr euch orientieren könnt. Und fragt euch immer, was jede Klausel in dem Vertrag für euch bedeuten könnte, solltet ihr jemals ein bekannter Autor werden. Es ist erschreckend, mit was für Fallstricken hier gearbeitet wird – also seid auf der Hut! Glaubt niemals an das Gute im Menschen, wenn es um Verträge geht!

4. Wenn man euch erzählt, dass ihr einen Bestseller geschrieben habt, lasst die Finger davon. Selbst die großen Verlage können bei Neuautoren nicht vorhersagen, wie die Verkaufszahlen sein werden und sind mit Prognosen sehr, sehr zurückhaltend. Bei Kleinverlagen ist es nahezu ausgeschlossen, dass man einen Bestseller herausbringt. Selbst Autoren wie Nele Neuhaus, die im Selbstverlag angefangen hat, kam erst auf die Bestsellerlisten als sie einen größeren Verlag an ihrer Seite hatte. Vorher mögen es beachtliche Erfolge sein, aber keine Bestseller. Wenn man Derartiges versprochen bekommt, hat man es folglich mit jemanden zu tun, der einen über den Tisch ziehen will (oder der keine Ahnung vom Geschäft hat).


Von Spülbürsten, Umzügen und dem Krähenturm

by Kerstin Pflieger on September 14th, 2011

Mein Umzug ist überstanden! Ich wohne nun endlich in einem kleinen Häuschen am Waldrand. Es war eine sehr stressige und chaotische Zeit, die auch sehr lehrreich war.
Einige wichtige Erkenntnisse möchte ich euch nicht vorenthalten:

1. Man kann sich mit Spülbürsten die Haare kämmen (allerdings sollte man sie danach entsorgen ;) ).
2. Hunde liegen immer da, wo sie am meisten stören.
3. Wenn Souris in der Nähe ist, zieht entweder eure Hose vernünftig hoch oder beugt euch nicht so weit vor, dass sie euch von hinten abschlabbern kann … (so ein Küsschen ins Mauerdekolletee kann einen Mann ganz schön treffen … ;) )
4. Plant eine Stunde ein, wenn ihr bei Subways für ein ganzes Umzugsteam Sandwiches bestellt.
5. Man kann auch von umher fliegenden Kronkorken blaue Flecken bekommen.

Zu dem Haus kann man sagen, dass es ein sehr gutes Fitnesstraining bietet. Nicht nur, dass es an einem 25-30%igen Hang liegt, der sich in den Wald hinein fortsetzt (wirklich toll, wenn man die Hunde nur kurz pinkeln lassen will!), nein, auch vom “Eingangstor”, wo sich der Briefkasten befindet, zu Haus und Garten sind es einige steile Meter. Also jedes Mal, wenn ich gesündigt und Bücher bestellt habe, rächt sich das, wenn der Postbote klingelt. ;)

Und für alle, die schon sehnlich auf den “Krähenturm” warten, habe ich gute Neuigkeiten: Er befindet sich mittlerweile bei der Herstellung und demnächst bekomme ich die Druckfahnen. Meinen Testlesern und sogar meiner Lektorin gefällt der Roman besser, als “Die Alchemie der Unsterblichkeit” – ich hoffe, euch wird es ebenso gehen. Das Manuskript hat fast 150 Seiten mehr als die “Alchemie” – ich bin gespannt, wie viele es dann in Buchform sein werden.

Filmkritiken: Harry Potter 7, Green Lantern, Transformers 3

by Kerstin Pflieger on August 17th, 2011

Fangen wir mit dem letzten Teil der Harry Potter – Reihe an. Ich habe nicht alle Bücher gelesen, sondern wollte damit warten, bis ich sämtliche Filme gesehen habe. Ich tendiere ansonsten zu stark dazu, den Film mit der Vorlage zu vergleichen und werde dadurch schnell enttäuscht. Dementsprechend ist meine Filmkritik einzig die einer Kinogängerin, die gerne unterhalten werden wollte, und dort scheiterte der Film für mich weitgehend.
Ich hatte den Eindruck, dass dem Regisseur für den zweiten Teil der “Heiligtümer des Todes” die Handlung ausging. Während der erste Teil noch ganz nett war und der zweite auch zumindest gut anfing, endete dann doch alles mit einer Effekte-Schlacht, bei der es zwar hübsche Bilder, aber auch viel Langeweile gab.  Ich hätte es weitaus besser gefunden, wenn man sich beim letzten Buch auch auf einen Film (von mir aus dann mit 3 Stunden Länge) beschränkt hätte. So kann ich zu der Harry Potter – Reihe nur sagen, dass ich nicht traurig bin, dass es nun zu ende ist. Fand ich den ersten Film noch genial, begann bereits mit dem zweiten ein leichter Abstieg und dieser Trend setzte sich für mich fort, bis ich bei den letzten Filmen nur noch ins Kino ging, um das Ganze abzuschließen. Schade finde ich auch, dass die Entwicklung sämtlicher Figuren so vorhersehbar war – irgendwie hatte ich noch mit einer Überraschung gerechnet, aber alle verhielten sich so, wie es bereits im ersten Teil vorherzusehen war.

Leider nur 4 von 10 Punkten.

 

Nun kommen wir zu einer positiven Überraschung. Nachdem mich bereits ein Freund vorgewarnt hatte, dass die Kritiken von Green Lantern sehr schlecht sind, hatte ich mich auf einen Film eingerichtet, nach dessen “Genuss” ich mir die vergeudete Zeit zurückwünschen würde. Deshalb war ich um so überraschter, als ich solides Popcorn-Kino vorfand. Natürlich hat der Film ein paar Logik-Schwächen und auch das Verhalten der Figuren entspricht nicht unbedingt dem, was ein logisch denkender Mensch tun würde (klar, ich finde ein Alien in einem Raumschiff und habe nichts besseres zu tun, als das zu verheimlichen, vertraue der fremden Technik 100% und sorge mich auch nicht um eventuelle Krankheitserreger ;) ), aber das gehört für mich zu einer Comic-Verfilmung dazu. “Green Lantern” hat nette Effekte, eine stimmige Geschichte (mit einer sehr schönen Aussage), Humor und eine kleine Lovestory. “Thor” fand ich zwar einen Tick besser, aber jedem Fan von Comic-Verfilmungen kann ich diesen Film nur empfehlen.

7 von 10 Punkten

 

Und nun die größte Enttäuschung dieses Jahres: Transformers 3. Was habe ich mich gefreut, als ich die Ankündigung von dem Film gelesen habe. Ich fand den ersten Teil einfach nur genial, den zweiten immer noch gut und so waren meine Erwartungen auch viel zu hoch für diesen Film.
Fangen wir mit dem ersten Problem an: Sams neuer Freundin, gespielt von Rosie Huntington-Whiteley. Megan Fox ist zwar auch nicht unbedingt eine begnadete Schauspielerin, aber sie hat ihre Sache in den ersten beiden Teilen gut gemacht und vor allem hatte sie einen Charakter mit etwas Tiefgang. Die neue Frau an Sams Seite war einzig zu dekorativen Zwecken da.  Was soll man von einem Unterwäsche-Model auch erwarten? Ich fand es fast schon peinlich, dass ihr Gesicht jedes Mal, wenn sie Emotionen zeigen musste, hinter ihren Haaren verschwand. Auch eine Methode zu schauspielern…

Dadurch, dass die Beiden bereits zu Beginn des Films ein Paar waren, wurde viel Spannungspotential verschenkt. Hätte man eine simple “Kriegt er sie?”-Geschichte daraus gemacht, hätte der Film zumindest etwas Handlung gehabt. Womit wir gleich beim nächsten Problem wären. Wo bitte war die Handlung? Am Anfang wird kurz erklärt, was Sache ist, und dann wird fast 90 Minuten lang ausschließlich gekämpft. Da jedem klar sein dürfte, dass der Film nicht mit dem Weltuntergang endet und die beiden Hauptfiguren nicht sterben werden, fand ich es unerträglich langweilig und bin sogar eingeschlafen – erst das zweite oder dritte Mal, dass mir das passiert. Selbst wenn die Vorlage nicht mehr Tiefe für die Haupthandlung bot, hätte man doch wie in den vorherigen Teilen das Ganze mit der Nebenhandlung aufpeppen können. Aber dieses Mal gab es davon praktisch nichts und wenn, dann wurde es ins Lächerliche gezogen.

Ein weiterer großer Minuspunkt war die nicht vorhandene Logik in dem Film. Wie gesagt, bei Comic-Verfilmungen erwarte ich nicht viel Logik – mich hätte es auch nicht gestört, dass die uralten, hochentwickelten Decepticons einen Planeten in unsere Atmosphäre bringen wollten (das würde natürlich nicht zur Verwüstung der Erde und im langen Lauf Zerstörung aller anderen Planeten des Sonnensystems führen) oder, dass es Widersprüche zu den Vorgängerfilmen gab (und die grundlegende Transformers-Geschichte sehr hinkt).
Was mich aber massiv stört, sind diese kleineren Ungereimtheiten, die es nur gibt, um die Kämpfe mehr in die Länge ziehen zu können und Pseudo-Spannung aufzubauen. Am Anfang stellt sich Shockwave mit seinem Haustier den Autobots, zerstört dabei einen riesigen Gebäudekomplex und wird mit den Autobots locker fertig. In der Endschlacht wird er mit einem Fingerschnippen beseitigt und sein Haustier taucht nichtmals auf. Erst ist Bumblebee gefangen, sieht zu, wie sein Kumpel getötet wird, und dann schafft er es nur wegen einer kleinen Ablenkung sich zu befreien und alle zu töten? Megatron rettet ausversehen Optimus Prime?  Die Liste lässt sich endlos fortsetzten (und dabei habe ich einen Teil verschlafen … ).
Ich hatte bei diesen Fehlern und Ungereimtheiten den Eindruck, dass die Filmemacher die Zuschauer für ziemlich dämlich halten, wenn sie glauben, dass ihnen so etwas nicht auffällt.

Und ein letzter negativer Punkt war die Tatsache, dass Transformers plötzlich sabbern (ja, klar…), bluten (rot und es spritzt wie echtes Blut) und man mit ansehen musste, wie ihnen Arme ausgerissen wurden oder sogar das “Rückgrat”. Klar, sind nur Roboter, aber muss das sein? Die ersten Teile sind doch auch ohne solche Schocker ausgekommen.

Eigentlich verdient der Film nur einen Punkt, aber wegen der tollen Effekte, bekommt er einen geschenkt.

2 von 10 Punkten.

 

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